Rückblick auf den SpoGo am 01.12.2002

Es war ein Abend, den wir Mitarbeiter - und auch unsere Gäste - nicht so schnell vergessen werden. Die moderne Sporthalle bot einen guten Rahmen und die professionelle Sound- und Lichttechnik trugen maßgeblich zum guten Gelingen bei. Das Bistro füllte sich lange vor Beginn der Veranstaltung, und wir mussten die Zwischenwand zum Saal früher öffnen.

Etwa 600 Besucher des Gottesdienstes erlebten dann ein Programm, in dem durch viele interessante Elemente die 2 Stunden wie im Flug vergingen.

Der Anfang des Gottesdienstes stand im Zeichen der Musik. Die Acapella-Gruppe Five4one begeisterte durch freche, aber auch nachdenkliche Texte und durch den präzisen und geistvollen Vortrag im Stile der King-Singers. Die danach folgenden Anbetungslieder wurden von der Spogo-Band begleitet. Das Turn- und Tanzteam von SRS Pro Sportler setzte erste Akzente mit der getanzten Interpretation des Normal Generation? -Songs Hold On.

Gespannt warteten alle auf das Interview mit Zé Roberto, der mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn angereist war. Viele kennen den genialen Fußballer, aber wer kennt den Menschen, den Christen Zé Roberto? Es war beeindruckend, mit welcher Offenheit er uns Einblick in seine Gedanken und sein persönliches Leben gab. Auch wenn er schon schwere Zeiten zu durchleben hatte - viel zu bedauern hat er in seinem Leben bisher nicht. Nur das eine - und das brachte er deutlich auf den Punkt: Er wünschte sich, früher sein Leben Jesus Christus anvertraut zu haben, und so war auch seine warmherzige Empfehlung besonders an die jungen Besucher des Gottesdienstes zu verstehen.

Beim Torwandschießen vor dem Gottesdienst hatten 2 Teilnehmer alle vier Versuche versenkt, sie durften nun im direkten Vergleich gegen Ze Roberto antreten, der sich allerdings seine Treffer für Bayern München aufhob.

Das Turnakrobatikstück die Brücke zeigte eindrucksvoll verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen durchs Leben gehen. Aber es ist wichtig nicht die Brücke zu vergessen. Wenn man Jesus Christus als die Brücke zu Gott annimmst, dann liegt der Höhepunkt des Lebens noch vor dir.

Über sportliche und persönliche Highlights aber auch die Tiefen ging es dann in der Predigt von Hermann Gühring zum Highlight der Weltgeschichte: „Weihnachten ist das ganz andere Highlight, eines das uns nicht kurzzeitig die Realität vergessen lässt, sondern dessen Glanz unser ganzes Leben in ein neues Licht tauchen kann.

-- Am Ende des Rückblicks findet ihr eine Zusammenfassung der Predigt --

Nach der Predigt erlebten wir einen getanzten Segen und konnten zusammen mit der Spogo-Band durch Lieder Gott die Ehre geben.

Zum Abschluss begeisterte das Turn- und Tanzteam mit der Schwarzlichtshow

Go for Gold und schickte uns in unseren Alltag mit der Aufforderung Go for God!

Viele Gäste folgten der Einladung noch in Bistro zu bleiben und Kontakte untereinander zu pflegen oder neu zu knüpfen. Auch der SRS Bücher- und Informationstisch fand regen Zuspruch.

Wir bedanken uns für die Kollekte von 1.027,27 Euro.

Marion Gühring

Hier nun einige Gedanken aus der Predigt von Hermann Gühring:
Im Sport gibt es ja viele Highlights, und wenn man mal persönlich dabei war, wird man das nie wieder vergessen.

Beim berühmten Abendsportfest im Züricher Letzigrund erlebte ich den 100 m Endlauf, wo sich drei Amerikaner ein unglaubliches Rennen lieferten. Der kleine Calvin Smith schob sich an den andren vorbei und ließ den großen Carl Lewis hinter sich: 9,99 Sekunden. Die Zuschauer reagierten spontan, elektrisiert, was für eine Zeit! Die Zuschauer reagierten spontan und euphorisch - wie elektrisiert: Da läuft ein Mensch die 100 Meter unter 10 Sekunden, und du bist dabei!

Und dann wurde es mäuschenstill im Stadion, als die 3 niederknieten zu einem gemeinsamen Gebet.

Es kommt nicht häufig vor, dass Menschen im Augenblick des Triumphs Gott die Ehre geben. Es geschah aber auch nach dem Endspiel um die Fußball-WM in Korea und Japan - da fielen einige Spieler auf ihre Knie und dankten Gott.

Was mich beeindruckt - und das spürte ich auch den Aussagen von Ze Roberto ab:

Da sind Menschen, die meinen es ernst und sind echt in ihrer Hingabe und Liebe zu Gott. Nicht solche, die im Leben zu kurz kamen und sich deshalb in die Hoffnung auf ein Jenseits stürzen, sondern Siegertypen - solche die gewinnen - und doch nicht abheben. Und es erweist sich in der Stunde ihres größten Triumphs, dass es einen Sieger nicht kleiner macht, wenn er einem Größeren die Ehre gibt.

Was dagegen passieren kann, wenn sich der Mensch selbst zum Gott erhebt, ist traurig und erschreckend zugleich. Es gibt auch Highlights, die sich äußerlich kaum unterscheiden von den anderen - aber irgendetwas erweist sich dann als nicht echt.

Beispiels dafür sind die Olympiasiege von Ben Johnson in Seoul oder von Johann Mühlegg in Salt Lake City. Die spektakulären Siege erwiesen sich als Betrug, weil die Sportler gedopt hatten.

Neben echten und den unechten Highlights gibt es noch eine dritte Kategorie: Die negativen Highlights. Flutkatastrophen, Hungersnot, Flüchtlingsströme, Terroranschläge - mit den Höhepunkten der Hiroshimabombe und des 11. September.

Und es gibt persönliche Schreckenstage, wenn man von einer bösartigen Krankheit erfährt oder einen lieben Menschen verliert.

Ist das unser Schicksal, hin- und hergerissen zu werden zwischen Euphorie und Entsetzen, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt? Und welche Funktion hätten dann die sportlichen Highlights - etwa die, uns für ein paar Stunden die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen - uns hinweg zu täuschen über eine schlimme Realität?

Die Bibel spricht von dieser dunklen Realität als von einer Tatsache. In Jesaja 60 lesen wir:

Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und dunkle Nacht alle Völker.
Jesaja 60,2

Es ist die Dunkelheit der Hoffnungslosigkeit, der Ratlosigkeit, der Resignation.

Aber sie sagt auch in Jesaja 9:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im Finstern Lande, scheint es hell.

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter!

Weihnachten ist das ganz andere Highlight, eines das uns nicht kurzzeitig die Realität vergessen lässt, sondern dessen Glanz unser ganzes Leben in ein neues Licht tauchen kann.

Gott hat erkannt, dass die Menschheit ins Verderben treibt, wenn er sie sich selbst überlässt. Und deshalb startet er die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte.

Er, der allmächtige und ewige Gott, der keinerlei Begrenzungen unterworfen ist, unabhängig von Raum und Zeit, zwängt sich selbst in die Begrenztheit eines menschlichen Lebens.

Warum? Die Antwort lesen wir in Johannes 3 - ich lese die Verse 16 + 17.

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3,16

Liebe ist sein Motiv, und er kommt nicht wie einer, der drein fährt, um nach dem Rechten zu sehen, sondern als hilfloses Baby.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
Johannes 3,17

Jesus ließ es im Einklang mit dem Willen Gottes, des Vaters zu, dass sie ihn an jenes Kreuz nagelten - äußerlich eine verheerende Niederlage, tatsächlich aber der Wendepunkt der Weltgeschichte.

Gott macht sich selbst zum Sündenbock für uns - er straft die Schuld der gesamten Menschheit an sich selbst, er leidet für unsere Freiheit.

Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Jesaja 53, 5

Mit dieser Aktion, die an Weihnachten begann, ist ein großartiges Angebot, aber auch eine ernsthafte Nachfrage Gottes an jeden einzelnen von uns verbunden. Wie reagiere ich persönlich darauf, dass mir Gott so weit entgegenkommt?

Das ist das absolute Highlight, das ein Mensch überhaupt erleben kann - nämlich seine Begegnung mit Gott.

Ich stehe hier als einer, der ein Wahnsinns-Weihnachtsgeschenk mitgebracht hat. Gott bietet euch dasselbe Geschenk an, das er vor vielen Jahren Zé Roberto gab, und von dem Ze Roberto sagte, dass es das Wichtigste ist, was in seinem Leben geschah - trotz der mehr als 40 Länderspiele, trotz eines Lebens, in dem sich mancher sportlicher Traum erfüllte.

Das ist nicht nur ein Blitzlicht, sondern etwas Dauerhaftes und Echtes. Es wirkt nicht nur in guten Zeiten, sondern trägt auch durch Schweres Erleben hindurch.

Allerdings scheuen viele davor zurück, sie scheuen zurück vor dem Licht.

Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.

Wer böses tut, der hasst das Licht, und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
Johannes 3 19, 20

Hält uns das zurück? Oder halten wir das aus, dass wir zugeben müssen und sagen: Ja, Gott, in deinem Licht besehen bin ich schuldig geworden vor dir und vor Menschen, und ich bitte dich, mir diese Schuld zu vergeben?

Ich wünsche dir, ich wünsche Ihnen, dass Sie das Highlight dieses Angebots heute Abend nicht vorüberziehen lassen wie einen Kometen, sondern dass Sie sich hinstellen und sagen: Ich habe den Anspruch Gottes an mein Leben zur Kenntnis genommen - und ich werde ihm antworten - Ja oder Nein. Denn die Antwort auf diese Frage macht wirklich einen Unterschied - nach der Bibel ist es der Unterschied zwischen Leben und Tod.

Wer an den Sohn Gottes hat, der hat das Leben. Wer aber dem Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
1. Johannes 5,12

Zé Roberto und viele andere Christen verstehen das mehr und mehr, wenn die Beziehung zu Gott begonnen hat und sich alle Lebensbereiche durchdringt:

Gott liebt mich nicht, weil ich viele und besonders schöne Tor schieße, sondern weil ich sein Geschöpf bin, das er selbst gemacht hat.

Das Highlight besteht nicht darin, dass ich erfolgreich bin, sondern die Quelle und den Ursprung meines Lebens finde.

Das Highlight besteht nicht darin, dass er mir Glück schenkt, sondern seine Nähe.

Willst du diesem Gott dein Vertrauen schenken?

Darf er der Herr sein über mein Leben, über dein Leben?

Bist du bereit, das als Schuld anzuerkennen, dass du bisher ohne ihn gelebt hast?

Dann bist du reif für einen neuen Anfang.

Dann musst du es nur noch tun, wonach du dich eigentlich sehnst.

Ich möchte selbstverständlich niemand dazu drängen - ich habe großen Respekt vor der Persönlichkeit jedes Einzelnen, und mancher benötigt noch Zeit oder hat sich innerlich schon dagegen entschieden.

Es könnte aber auch sein, dass jemand bereit ist zu sagen: Ich möchte diesen wichtigen Schritt machen - den Elfmeter muss man verwandeln, wenn der Ball auf dem Punkt liegt, dann möchte ich ihm oder ihr sagen, wie man das tun kann - nämlich durch ein Gebet. Ich möchte es zunächst vorlesen und danach denen Gelegenheit geben, die das in ihrem Herzen mitsprechen möchten.

Es werden viele Weihnachtsangebote im Umlauf sein.

Viele werden ein anderes wählen, als das, das ich ihnen heute Abend mache.

Für Gott war das keine billige Sache, dass er dir das anbieten kann - es hat ihn das Leben gekostet. Er wollte dir damit seine ganze Liebe zeigen - und wie sehr er als unser Schöpfer unter dem Schmerz der Trennung leidet.

Gebet:

Herr Jesus Christus, ich will dir nachfolgen.
Danke, dass du mich zu dir einlädst,
obwohl ich so lange ohne dich gelebt habe.
Vergib du mir meine Schuld und nimm alles weg,
was uns voneinander trennt.
Ordne mein Leben nach deinem Sinn
Und führe mich auf dem Weg des Lebens,
der zum Ziel führt.
Ich danke dir, dass du mein Leben reich machen wirst,
wie du es versprochen hast
und dass ich jetzt in dir geborgen bin.
Amen