Rückblick auf den SpoGo am 08.09.2002
Fight it right - Kämpfe am richtigen Platz

im Gemeindehaus der evangelische Johanneskirche/ Rutesheim

Zu diesem Thema hatten wir eingeladen, nicht wie üblich am ersten Sonntag im Monat, sondern auf den letzten Sonntag in den Sommerferien.

Wir hörten, dass Gäste das doch nicht wussten - sie kamen deshalb einmal umsonst, aber das hat sie nicht abgeschreckt, sie kamen dann noch mal und haben am Gottesdienst teilgenommen.

Wir waren als Mitarbeiter sehr gespannt, ob trotz der Ferien die Gäste kommen und wir haben uns gefreut, so viele Gäste zu haben wie inzwischen durchschnittlich kommen, ca. 60 - es haben aber noch mehr Leute Platz.

Diesmal waren die Handballer als 'Special guests' eingeladen, da diese Sportart kampfbetont ist und somit ein gutes Beispiel bietet, über Kampf nachzudenken.

Das Handball-Team von SRS zeigte in einem kurzen Anspiel Szenen aus dem Leben eines Handballs. Um den Ball zu dem gebrauchen zu können; wozu er gemacht ist, muss sein Innenleben - sprich Luftdruck - in Ordnung sein. Das könnte ein Gedankenanstoß für unser Leben sein, ob vielleicht da, wo es bei uns nicht so läuft die Probleme nicht von außen kommen, sondern in uns drin zu suchen sind.

Drei Handballer vom Team wurden interviewt: Britta als Torfrau - wie kann man sich freiwillig ins Tor stellen? André als Außen und Tim als Rückraumspieler.

Außer ihrer persönlichen Sicht zum Handballspiel aus ihrer jeweiligen Position, beantworteten sie Fragen über ihr Verhalten als Christ in Kampfsituationen im Spiel.

Eine kurze Videoszene von Europameisterschafts-Endspiel Deutschland - Schweden zeigte, mit wie viel Einsatz und Emotion es zur Sache gehen kann.

Hermann Gühring zeigte in seiner Predigt auf, dass der Kampf ein wichtiger Bestandteil jeder Sportart ist und wir bis zu unseren Grenzen herausgefordert werden. Aber man beschwert sich im Sport nicht, denn man hat ja diese Herausforderung selbst gewählt.

Im Leben ist es oft anders, da müssen wir oft auch kämpfen und wir werden erst gar nicht gefragt, ob wir Lust haben oder nicht. Deshalb stellte er die These auf:

Leben heißt kämpfen. Wer leben will, muss sich dem Kampf stellen.

Die Bibel nimmt dazu Stellung und sagt wie wir uns dabei verhalten sollen:

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, dazu du berufen bist. 1. Timotheus 6 Vers 12

Es gibt also eine guten und eine schlechten Kampf.

Welchen Kampf nennt die Bibel nun schlecht?

Wenn wir von vornherein keine Chance habe zu gewinnen - oder wenn, selbst wenn wir gewinnen, das Ziel den Kampf nicht lohnt. Jesus hat sich nicht damit abgefunden, dass Siege meist auf Kosten anderer erzielt werden, sondern hat aufgezeigt, wie man FÜR andere siegen kann. Seine größte 'Niederlage' am Kreuz wurde zum Wendepunkt der Weltgeschichte, weil seither der gute Kampf des Glaubens möglich ist, der von vornherein unter der Verheißung des Sieges steht.

Auch wie wir im Sport kämpfen sollen, sagt uns die Bibel sehr genau:

1. Fair kämpfen

Wenn jemand kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. 2. Timotheus 2, Vers 5

Die Regeln anerkennen und nicht versuchen zu betrügen

2. Diszipliniert kämpfen

Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt! Jeder aber der kämpft, enthält sich aller Dinge, jene nun, dass sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 1. Korinther 9, Vers 24

Disziplin in Wettkampf, Training und im ganzen Leben ist Grundvoraussetzung, um an die Spitze zu kommen. Ich muss mich investieren, denn "das Mittelmaß ist das Gardemaß des Verlierers" Konrad Eißler

3. Engagiert kämpfen

Meine Brüder, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich's schon ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse was dahinten ist, und strecke mich nach dem, was vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegpreis der himmlischen Berufung Gottes in Jesus Christus. Philipper 3, Verse 13 - 15

4. Zielbewusst kämpfen

Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse, ich kämpfe nicht wie einer, der mit der Faust in die Luft schlägt... 1. Korinther 9, Vers 26

Für diejenigen, die den guten Kampf des Glaubens beginnen wollen, ist es wichtig zu begreifen:

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben

Der gute Kampf des Glaubens ist eine Sache für unser ganzes Leben.

Das Ergreifen des ewigen Lebens aber ist die Sache eines Augenblicks - dieser Augenblick, in dem wir den Entschluss fassen, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen - in dem wir Gott unser Leben im Gebet anvertrauen.

Die Band Die Väter aus Esslingen umrahmte den Gottesdienst musikalisch und es war ein Genuss.

Die Zeit im Bistro vor und nach dem Gottesdienst wurde gut genutzt zu Gesprächen und offensichtlich hat es gut geschmeckt, wir waren nahezu ausverkauft.

Beim nächsten Mal tun wir mehr her.

Wir bedanken uns für die Kollekte von 169 Euro und beginnen mit der Planung unseres nächsten Gottesdienstes am 6. Oktober zum Thema:

Sportlich ein Riese - menschlich ein Zwerg?

Marion Gühring